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Ein klimagerechtes Dortmund!

Überparteiliche Anregungen und Meinungen aus Fridays for Future Dortmund

Seit Anfang letzten Jahres gehen wir nun auf die Straße. Seit dem hat sich, unserer Meinung, nach nicht genug geändert. Zur Kommunalwahl wollen wir nun manche unserer Ideen und Anregungen noch ein mal wiederholen und in die Öffentlichkeit tragen. Es ist zu betonen, dass dieser Text nicht 100% repräsentativ ist, aber dennoch eine grundlegende Meinung unserer Gruppe wiedergibt.

Verkehr klimagerecht gestalten!

Der öffentliche Nahverkehr in Dortmund ist nicht schlecht, aber er lässt dennoch an vielen Stellen zu wünschen übrig! Die DSW21 betreibt ihre Stadtbahnen schon seit dem Jahr 2007 zu 100% mit Öko-Strom. Weiterhin hat sie sich das Ziel gesetzt ihre Busse durch elektrische Fahrzeuge zu ersetzen, sobald passende Modelle auf dem Markt sind. Dies sind auf jeden Fall gute Ziele und Errungenschaften. Doch zur Klimagerechtigkeit und Verkehrswende gehört mehr als nur nachhaltige Antriebsmittel!
So wäre es zum Beispiel wichtig, das Schienennetz der Stadtbahn massiv auszubauen, um auch Stadtteile anzuschließen, die bis jetzt nur durch Bus oder Regional und S-Bahn an die Innenstadt angebunden sind. Dadurch würde das Netz und die Kapazität des ÖPNV massiv ausgebaut werden und eine Alternative zum Auto darstellen. Stadtteile wie Mengede oder Lütgendortmund sollten hierbei besonders in den Fokus genommen werden, da hier schon längst gewisse regionale Knotenpunkte für den Busverkehr bestehen. Hierdurch kann auch den Wohnungssuchenden und Mieter:innen Dortmunds geholfen werden, da billigere Stadtteile besser an die Innenstadt angebunden wären. Wenn nun angebracht wird, dass die äußeren Stadtteile schon gut durch Busse erreichbar und angebunden sind, sei dazu gesagt, dass Busse einem 10 Minuten-Takt nicht gut folgen können und auch eine kleinere Kapazität haben als Bahnen. Weiterhin bietet eine Bahnstrecke eine gute Entwicklungsmöglichkeit um Stadtteile zu verdichten, wodurch lokale Szenen entstehen können, die durch Grünflächen und lokalen Wochenmärkten zur Erholung dienen können. Durch ein solches Netz werden Straßen entlastet und es bietet Bürger:innen Möglichkeiten zum Umstieg vom PKW zu klimafreundlichen Alternativen.
Zu einer klimagerechten Stadt gehört aber auch nicht motorisierter Verkehr. Ein Leitbild hierfür wären Städte, in denen Rad- und Fußwege Vorrang haben. Dazu würde gehören, dass in richtige, von der Straße räumlich getrennte Radwege investiert wird. Diese sind nicht nur sicherer für Radfahrende, sondern auch schnelle und klimafreundliche Verbindungen von Stadtteilen. Der Umstieg aufs Fahrrad trägt zu sauberen Städten und weniger Staus bei; er sollte eine Priorität der Stadt sein! Außerdem sollten Fußwege mit Grünflächen, lokalen Einkaufsmöglichkeiten und Haltestellen verbunden werden. Dadurch wäre gewährleistet, dass die Bewohner:innen eine grundlegend wichtige Versorgung zu Fuß erreichen können. Ein Hauptziel der Stadt Dortmund muss es sein, dass die Innenstadt, wie aber auch Zentren größerer Stadtteile, PKW-frei gestaltet werden sollen!

Klimagerechtes Wohnen und Planen in Dortmund!

Zur Klimagerechtigkeit gehört auch das Unterstützen von wirtschaftlich Schwächeren. Viele leiden unter der Wohnungsnot Dortmunds. Hierfür sollte es auch klimafreundliche Ansätzeund Ideen geben. So muss beachtet werden, dass manche Baumaterialien, wie Beton, nicht klimafreundlich sind. Es ist also wichtig Alternativen hierfür zu finden. Weiterhin müssen viele Altbauten renoviert werden, da sie zum Beispiel kein klimafreundliches Heizsystem besitzen.
Hierbei ist es aber sehr wichtig, dass den Mieter:innen finanziell geholfen wird, damit klimafreundliche Modernisierung nicht zu ihren Kosten erfolgen. Fassaden und Dachbegrünung, sowie aber auch lokale Garten-Projekte, sollen unterstüzt werden, um die Innenstadt grüner zu gestalten. Weitere Grünflächen sollten angelegt werden, während bestehende geschützt werden sollten. Die Versiegelung von Flächen muss gestoppt werden. Mit solchen Maßnahmen kann etwas gegen Überschwemmungen durch Starkregen unternommen werden.
Die Bebauung und Planung der Stadt Dortmund muss mit den Anwohner:innen und Klimerschützer:innen zusammen gestaltet werden!

Für ein soziales Stadtbild!

Dortmund ist eine sehr diverse Stadt mit vielen Meinungen und Einflüssen. Es sollte im Interesse der Stadt sein, ein kulturell reiches und buntes Stadtleben zu fördern. Initiativen zu antidiskriminierender Bildung und für Schutzräume sollten von der Stadt besser unterstüzt werden. Ein solcher Austausch und eine anti-diskriminierende Haltung führen zu einem starken Zusammenhalt der Anwohner:innen. Ein gutes Leben für jede Person in Dortmund sollte immer an oberster Stelle stehen. Dazu gehört auch der Schutz vor und Zusammenhalt während der Corona- wie aber auch der Klima-Krise.
Die Stadt Dortmund hat sich schon viele Klimaziele gesetzt und auch manche davon eingehalten und umgesetzt. Um aber nachhaltig unsere Zukunft zu sichern und den Anwohner:innen ein gutes Leben zu garantieren, muss noch einiges unternommen werden.
Wir verlangen, dass sich ambitioniertere Ziele gesetzt werden und die Stadt diesen auch nachkommen wird! Solange dies nicht geschehen ist, werden wir weiter auf die Straße gehen!

Weitere Informationen findet Ihr unter:
https://www.facebook.com/fridaysforfuturedortmund/
Twitter: @futurefridaysDO

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