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Veränderung beginnt mit Opposition

Stellt euch vor, es ist Kommunalwahlkampf und alle reden nur über das Programm der dissidenten Zivilgesellschaft

Als dissident galten stets jene unbequemen Andersdenkenden, die öffent-
lich gegen die herrschende Regierungslinie auftreten. Kennzeichnendes
Merkmal dieser Zivilgesellschaft aus verschiedenen sozialen Bewegungen
sind nicht nur ihr gemeinsamer Anspruch auf gesamtgesellschaftliche
Veränderungen, ihre gegenseitigen Bezüge aufeinander, sondern ihre
«Power-to-Do», ihre kreative Macht. Es sind ihre Protesthandlungen, ihre
Visionen einer anderen Zukunft, die stets jene Anti-Mächte bilden, die die
wahren Motoren der Gestaltung der politischen Realitäten sind.

Und wir bewegen uns

Gerade in Zeiten, wo Bürger:innen aufgerufen werden, ihr Recht auf
demokratische Mitgestaltung des Gemeinwesen durch ein kleines Kreuzchen auf einem Wahlzettel auszuüben, werden die wahren Motoren
des gesellschaftlichen Fortschritt viel zu oft von Medien und Politikbetrieb
unsichtbar gemacht. Wir versammeln hier einige jener Stimmen, die Dortmund wirklich in Bewegung halten:

Initiativen, die konkret bei der zukünftigen Gestaltung des Hafens oder
des nördlichen Hauptbahnhofs Ideen von unten mitentwickeln sowie eine
Jugend, die aufzeigt, wie die globale Frage der Klimagerechtigkeit lokal als
andere Verkehrs- und Stadtpolitik gedacht werden muss.

Beschäftigte bei Karstadt und eine solidarische Initiative der Gesundheitsbeschäftigten schildern den Kampf um Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen, die uns alle angehen. Antifaschistisch:innen
klären auf, welche Gefahr von faschistischen und rechtsradikalen Organisationen und Läden in Dortmung nicht nur im Wahlkampf ausgeht und warum die Aufklärung und Erinnerung an die Ermordung von Mehmet Kubaşık zentral für eine antifaschistische Stadtkultur Dortmunds bleiben werden.

No politician can sit on a hot issue if you make it hot enough

Von der Beschreibung konkreter, lokaler Projekte, Orten offener, sozi-
aler Zusammenkünfte und solidarischer Nachbarschaftshilfe bewegen sich Beiträge hin zur grundsätzlichen Reflexion darüber, ob durch Wahlen
eine wirkliche Beteiligung und Einbindung aller Menschen in Dortmund
gelingt.

Organisierung und Selbstermächtigung beginnt im gemeinsamen Reden,
nicht über Frisuren oder Posen von irgendwelchen Politiker:innen, sondern
über unsere Themen, unsere Visionen, unsere Politik. In diesem Sinne erhoffen wir uns, dass diese Zeitung ein Forum für verschiedene Positionen und einer der Grundsteine einer Debatte und positiven Bezugnahme aufeinander sein wird.

Schreiten wir gemeinsam fragend voran und bilden ein Mosaik der
Widerständigkeiten, das die Stadtoberen nicht ignorieren können.

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Ein Kommentar

  1. […] Gerade in Zeiten, wo Bürger:innen aufgerufen werden, ihr Recht auf demokratische Mitgestaltung des Gemeinwesen durch ein kleines Kreuzchen auf einem Wahlzettel auszuüben, werden die wahren Motoren des gesellschaftlichen Fortschritt viel zu oft von Medien und Politikbetrieb unsichtbar gemacht. Wir versammeln beim Zeitungs- und Kampagnen Projekt „Dortmund von unten“ einige jener Stimmen, die Dortmund wirklich in Bewegung halten. Online zum Lesen unter: https://dortmundvonunten.org/2020/08/01/veraenderung-beginnt-mit-opposition/ […]

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